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Hermann Peter Piwitt
Heimat, schöne Fremde

Hermann Peter Piwitt
© Karin Rocholl

In diesem Band mit Geschichten und Skizzen zieht der Hamburger Autor eine Art Bilanz: Piwitt blickt zurück und voraus, wehmütig zuweilen, aber ungebremst angriffslustig. Eine ältere Geschichte bekommt eine Aktualisierung, und immer wieder trifft der Autor die Leute, von denen er erzählt, auf der Straße, auf Parkbänken oder in der Kneipe. Ob Nachbarn oder Unbekannte, im Handumdrehen sind sie lebendig. Mit wenigen Strichen entwirft Piwitt seine Szenen. Man riecht das etwas ramponierte Linoleum, sieht die wackligen Stühle, lauscht dem Erzähler und den von ihm erfundenen Geschichten, die von Alltäglichem handeln, von Wohnungssorgen und neuen Schuhen, von Reisen, von Krankheit und Tod und Geburt, von der Zukunft der Menschheit. Was ist aus den konkreten Utopien geworden, mit denen er selbst und vielleicht eine ganze Generation einmal angetreten ist? Was war vielleicht schon an den frühen Träumen nur Täuschung und Selbsttäuschung?

Am 28. Januar hat Piwitt mit Freunden seinen fünfundsiebzigsten Geburtstag gefeiert, der Wallstein Verlag hat gerade noch rechtzeitig seine Heimat, schöne Fremde herausgebracht.

| Text | 20:30 Uhr | Eintritt: 6 Euro (ermäßigt: 3 Euro)

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