In einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (26.2.2010) macht Uwe Volkmann, Professor für Rechtsphilosophie und Öffentliches Recht an der Universität Mainz, eine Bestandsaufnahme der Demokratie in Deutschland. Anhand einiger weniger Beobachtungen lautet seine Diagnose: Der Bürger zieht sich aus gesellschaftlichen Organisationen wie Parteien, Kirchen und Verbänden zurück, die EU trägt zur Distanzierung vom politischen Geschehen bei und die Grundsatzprogramme der Parteien werden mangels klarer gesellschaftlicher Entwürfe nicht mehr gelesen. Das Interesse gilt mehr der privaten Seite des Lebens und im Politischen rücken die persönlichen Vorteile in den Blick, so daß Parteien sich wie auf dem Basar verhalten und „Produkte“ anbieten. Schon Plato und Aristoteles hatten ihre Probleme mit der Demokratie und wir Bürger träumen von Lichtgestalten wie Barack Obama.
Kurzvortrag, moderiertes Gespräch mit Micha Brumlik und Ruthard Stäblein sowie dem Publikum.
| Thema | 20:30 Uhr | Eintritt: frei