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Johannes Gelich
Der afrikanische Freund

Johannes Gelich
© Stift Frei

Am Wochenende vor Beginn der Salzburger Festspiele treffen sich Freunde in einer Burg. Dabei ist Max, der Erzähler, der gerade seinen Vater beerdigt hat. Das bunte, orgienhafte Treiben der spätjugendlichen Spaßgesellschaft bekommt eine Wende durch den überraschenden Besuch eines schwarzafrikanischen Bibelverkäufers. Aus der groß angelegten Feier mit geladenen Prostituierten, auf die der Gast Joses empört reagiert, wird ein bitterböses Spiel: Der „Fremde“ wird zum Gefangenen und Opfer, weckt seltsame sadistische Gefühle der junge Männer. Der Ich-Erzähler versucht sich in die Rolle des Beobachters zu retten, lädt aber größte Schuld auf sich.

Johannes Gelich greift virtuos auf den Stoff von Albert Camus’ L’étranger zurück und nutzt raffiniert Hugo von Hofmannsthals Motive aus Jedermann. Der afrikanische Freund erschien im Wallstein Verlag.

| Text | 20:30 Uhr | Eintritt: 6 Euro (ermäßigt: 3 Euro)

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